SUPa Blog
Alles wichtige und Interessante, was ich als Stand Up Paddling Schule und Instruktor erlebe, versuche ich auch hier kurz und knackig zu bereichten.
Sei es Themen wie Equipment (SUP-Board, Paddle, Pumpen, usw.), bis hin zu eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen beim SUPen!
Gelingt SUP mit Hund?
- Florian Passow
- 06.06.2026
- SUP mit Hund
SUP mit Hund – So wird aus dem Abenteuer kein Sprung ins kalte Wasser 🐕🌊
Stand Up Paddling macht alleine schon jede Menge Spaß.
Noch schöner wird es für viele Hundebesitzer, wenn der vierbeinige Freund mit an Bord kommt.
Doch bevor Ihr gemeinsam über Seen, Flüsse oder den Neckar gleitet, sollte Euer Hund das SUP-Board kennenlernen. Denn was für uns nach Entspannung aussieht, kann für einen Hund zunächst ziemlich ungewohnt sein.
Mit etwas Vorbereitung wird aus der ersten Fahrt jedoch schnell ein tolles gemeinsames Erlebnis.
Der wichtigste Schritt beginnt an Land
Viele Hunde lernen deutlich schneller, wenn sie neue Dinge zunächst in einer vertrauten Umgebung kennenlernen.
Deshalb empfehle ich immer, das Auf- und Absteigen zuerst an Land zu üben.
Legt das Board auf eine Wiese oder einen ruhigen Untergrund und lasst Euren Hund in seinem eigenen Tempo das Board erkunden. Mit bekannten Kommandos, Lob und ein paar Leckerlis wird das Board schnell zu etwas Positivem.
Je entspannter der Hund an Land ist, desto leichter fällt später der Wechsel aufs Wasser.
Unterschätzt nicht das Paddel
Ein Punkt, den viele Hundebesitzer anfangs übersehen, ist das Paddel selbst.
Für uns ist das Geräusch völlig normal. Für einen Hund können die Bewegungen und das Klopfen des Paddels auf dem Board jedoch zunächst ungewohnt oder sogar erschreckend sein.
Gerade sensible oder schreckhafte Hunde sollten deshalb langsam an diese Geräusche gewöhnt werden.
Übt auch das zunächst an Land. Bewegt das Paddel ruhig neben dem Hund, belohnt entspanntes Verhalten und steigert die Übungen Schritt für Schritt.
Später könnt Ihr das Paddel auch vorsichtig gegen das Board tippen. Das typische „Badum“, das dabei entsteht, wird Euer Hund auf dem Wasser ebenfalls hören und spüren.
Eine gute Gewöhnung verhindert, dass der Hund später aus Schreck vom Board springt – und genau das wollen wir vermeiden.
Denn SUP mit Hund soll vor allem eines sein:
Ein entspanntes Erlebnis für Mensch und Hund.
Warum eine Hundeschwimmweste sinnvoll ist
Auch wenn viele Hunde grundsätzlich schwimmen können, empfehle ich beim SUP grundsätzlich eine Schwimmweste für den Hund.
Zum einen gibt sie zusätzliche Sicherheit, falls der Hund unerwartet ins Wasser fällt. Zum anderen spart sie Kraft und unterstützt den Hund beim Schwimmen.
Ein weiterer großer Vorteil:
Fast alle hochwertigen Hundeschwimmwesten besitzen einen stabilen Griff auf dem Rücken. Dieser macht es deutlich einfacher, den Hund wieder aufs Board zu heben.
Bewährte Modelle sind beispielsweise:
- Ruffwear Float Coat
- EzyDog DFD X2
- EzyDog DFD Rettungsweste
- Secumar Hundeschwimmweste
- Jobe Pet
- Restube Hundeschwimmweste
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, bietet aber einen guten Einstieg für die eigene Recherche.
Der häufigste Fehler: Den Hund alleine aufs Board klettern lassen
Viele Besitzer möchten ihrem Hund helfen, indem sie ihn selbstständig zurück aufs Board klettern lassen.
Genau das kann jedoch schnell zu Problemen führen.
Beim Hochklettern setzen Hunde ihre Krallen intensiv ein. Dabei wird vor allem das Deckpad stark belastet. Risse, Kratzer und Beschädigungen sind oft die Folge.
Besser ist es, den Hund mithilfe des Griffs an der Schwimmweste kontrolliert und zügig wieder aufs Board zu heben.
Das schont nicht nur das Material, sondern sorgt meist auch für deutlich weniger Stress beim Hund.
Hilfe beim Einstieg gefällig?
Wenn Ihr das Thema SUP mit Hund nicht alleine angehen möchtet, kann ich Euch das Hundezentrum Esslingen empfehlen.
Dort werden regelmäßig SUP-mit-Hund-Kurse angeboten.
Die Kurse werden von einer erfahrenen und zertifizierten Hundetrainerin mit zusätzlicher SUP-Instruktor-Ausbildung durchgeführt.
Und das Beste:
Bis heute hat dort noch jeder Hund seinen Platz auf dem Board gefunden. 🐾
Mein Fazit
SUP mit Hund ist eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsam Zeit in der Natur zu verbringen und neue Abenteuer zu erleben.
Mit etwas Vorbereitung, einer guten Gewöhnung an Board und Paddel sowie der passenden Sicherheitsausrüstung steht entspannten Touren nichts im Weg.
Hierzu könnt ihr auch gerne bei meinen Touren vorbeischauen, diese sind stellenweise auch mit Hund möglich.
So zum Beispiel die Esslinger Kanäle.
Denn die schönsten SUP-Momente entstehen meist dann, wenn Mensch und Hund gemeinsam die Ruhe auf dem Wasser genießen. 🐕🌊😎