SUPa Blog
Alles wichtige und Interessante, was ich als Stand Up Paddling Schule und Instruktor erlebe, versuche ich auch hier kurz und knackig zu bereichten.
Sei es Themen wie Equipment (SUP-Board, Paddle, Pumpen, usw.), bis hin zu eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen beim SUPen!
Richtige SUP-Bekleidung?
- Florian Passow
- 06.06.2026
- SUP Bekleidung
Es ist ein sonniger Tag. Der See liegt ruhig da, das Board ist aufgepumpt und die Vorfreude aufs Wasser ist groß.
Also schnell noch aufs Board – manchmal in Jogginghose, im Sommerkleid oder einfach in den Klamotten, die man gerade trägt.
Was viele dabei vergessen:
Beim Stand Up Paddling ist nicht die Lufttemperatur entscheidend. Es ist die Wassertemperatur.
Und genau hier wird es interessant.
„Ich falle ja sowieso nicht ins Wasser.“
Diesen Satz hört man immer wieder.
Die Realität sieht allerdings anders aus. Jeder fällt irgendwann einmal ins Wasser. Anfänger sowieso, aber auch erfahrene Paddler bleiben davon nicht verschont.
Eine kleine Unachtsamkeit, eine unerwartete Welle, ein Windstoß oder ein Moment der Unkonzentriertheit reichen oft schon aus.
Dann wird aus einer entspannten SUP-Tour plötzlich eine Situation, auf die man vorbereitet sein sollte.
Warum weite Kleidung problematisch werden kann
Bei meinen eigenen Touren sehe ich regelmäßig Menschen auf dem Wasser, die in weiter Freizeitkleidung unterwegs sind.
Auf den ersten Blick wirkt das harmlos. Doch sobald diese Kleidung nass wird, verändert sich alles.
Viele Stoffe saugen sich mit Wasser voll, werden deutlich schwerer und schränken die Bewegungsfreiheit ein. Schwimmen wird anstrengender, Bewegungen werden langsamer und das Zurückklettern aufs Board kostet plötzlich deutlich mehr Kraft.
Wie extrem dieser Effekt sein kann, habe ich selbst beim Rettungsschwimmen erlebt.
Während der Ausbildung mussten wir bewusst mit Kleidung schwimmen und sogar andere Personen retten. Was an Land noch leicht und bequem wirkte, wurde im Wasser schnell zu einer echten Belastung.
Spätestens nach dieser Erfahrung war mir klar:
Die richtige Bekleidung ist keine Nebensache.
Die eigentliche Gefahr: Kaltes Wasser
Noch wichtiger als die Kleidung selbst ist die Temperatur des Wassers.
Viele Menschen orientieren sich ausschließlich an der Außentemperatur.
20 Grad Lufttemperatur fühlen sich angenehm an. Das Wasser kann zur gleichen Zeit aber noch unter 10 Grad haben.
Gerade im Frühjahr wird das häufig unterschätzt.
Wer bei solchen Temperaturen ins Wasser fällt, kann innerhalb weniger Sekunden einen sogenannten Kälteschock erleiden. Die Atmung gerät außer Kontrolle, Muskeln reagieren schlechter und die eigene Handlungsfähigkeit nimmt rapide ab.
Das klingt dramatisch – und genau deshalb sollte man es ernst nehmen.
Nicht weil SUP gefährlich ist.
Sondern weil man sich mit der richtigen Vorbereitung hervorragend schützen kann.
Was ziehe ich beim SUP an?
Die Antwort lautet:
So, als würdest Du ins Wasser fallen.
Denn genau dafür sollte Deine Kleidung geeignet sein.
An warmen Sommertagen sind Badehose, Bikini, Badeanzug, Boardshorts oder Rashguards die beste Wahl.
Wenn es kühler wird, bieten sich enganliegende Funktionsshirts, Laufbekleidung oder andere schnelltrocknende Sportkleidung an.
Sobald die Wasser- und Lufttemperaturen deutlich sinken, sollte über einen Trockenanzug nachgedacht werden.
Viele erfahrene Paddler orientieren sich dabei nicht an der Lufttemperatur, sondern zuerst an der Wassertemperatur.
Und das aus gutem Grund.
So mache ich es selbst
Je nach Jahreszeit passe ich meine Ausrüstung konsequent an.
Bei kalten Bedingungen nutze ich einen Trockenanzug oder spezielle wasserdichte Thermobekleidung. Dazu kommen warme Neoprenschuhe, die auch die Knöchel schützen.



Im Sommer wird es deutlich einfacher:
Boardshorts, Rashguard oder Tanktop reichen meist völlig aus.
Der entscheidende Punkt ist dabei nicht die Bequemlichkeit an Land, sondern die Sicherheit im Wasser.
Mein Fazit
Stand Up Paddling ist ein fantastischer Sport.
Er verbindet Bewegung, Natur, Entspannung und Abenteuer wie kaum eine andere Sportart.
Damit das auch so bleibt, lohnt es sich, einen kurzen Gedanken an die richtige Bekleidung zu verschwenden, bevor das Board ins Wasser kommt.
Denn die beste SUP-Bekleidung ist nicht die, die am Ufer gut aussieht.
Sondern die, mit der Du auch nach einem unerwarteten Sturz sicher wieder aufs Board kommst. 🌊😎
Hast Du Fragen zur passenden Bekleidung für die jeweilige Jahreszeit oder zur richtigen Ausrüstung? Dann melde Dich gerne bei mir.