SUPa Blog

Alles wichtige und Interessante, was ich als Stand Up Paddling Schule und Instruktor erlebe, versuche ich auch hier kurz und knackig zu bereichten.
Sei es Themen wie Equipment (SUP-Board, Paddle, Pumpen, usw.), bis hin zu eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen beim SUPen!

Sicherheit ist wichtig!

  • Florian Passow
  • 06.06.2026
  • Sicherheit beim SUPen

Sicherheit beim SUP - Warum ich heute nicht mehr ohne Sicherheitsausrüstung aufs Wasser gehe

„Mir passiert schon nichts.“

Ein Gedanke, den wahrscheinlich viele von uns schon einmal hatten.

Auch beim Stand Up Paddling fühlt man sich oft sicher. Das Wasser wirkt ruhig, das Wetter passt und das Board liegt stabil auf dem Wasser. Doch genau diese Routine kann dazu führen, dass man Risiken unterschätzt.

Ich selbst habe bereits Situationen erlebt, die mir gezeigt haben, wie wichtig das Thema Sicherheit beim SUP wirklich ist.

Deshalb möchte ich mit diesem Beitrag keine Angst machen, sondern ein Bewusstsein dafür schaffen, wie man mit einfachen Maßnahmen deutlich sicherer aufs Wasser gehen kann.



Sicherheit beginnt schon vor dem Einstieg

Der wichtigste Sicherheitsfaktor bist immer Du selbst.

Nicht das Board. Nicht die Ausrüstung. Nicht die Schwimmweste.

Wer seine eigenen Fähigkeiten, seine Fitness und seine Grenzen realistisch einschätzt, hat bereits einen großen Schritt in Richtung Sicherheit gemacht.

Viele Notfälle entstehen nicht durch fehlende Ausrüstung, sondern weil Menschen sich selbst überschätzen oder Warnsignale ignorieren.

Deshalb gilt:

Lieber eine Tour abbrechen als eine Situation eskalieren lassen.


Schwimmweste – Sicherheit zum Anziehen

Wer sich auf dem Board noch unsicher fühlt oder kein besonders geübter Schwimmer ist, sollte über das Tragen einer Schwimmweste nachdenken.

Moderne SUP-Schwimmwesten haben längst nichts mehr mit den klobigen Modellen von früher gemeinsam. Sie bieten viel Bewegungsfreiheit, schränken das Paddeln kaum ein und können im Ernstfall einen entscheidenden Unterschied machen.

Worauf sollte man achten?

  • Ausreichend Bewegungsfreiheit für Schultern und Arme
  • Gute Passform ohne Druckstellen
  • Nicht zu lang geschnitten, damit das Sitzen auf dem Board bequem bleibt
  • Angenehmer Tragekomfort auch bei längeren Touren

Einige beliebte Modelle sind beispielsweise:

  • Baltic SUP Pro
  • Baltic SUP Elite
  • Palm Meander PFD
  • Vaikobi Ocean Race V3
  • Peak PS Marathon Racer


Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, bietet aber einen guten Einstieg für die eigene Recherche.


Sicherheitsboje statt Schwimmweste?

Viele erfahrene Paddler – mich eingeschlossen – nutzen lieber sogenannte Sicherheitsbojen oder aufblasbare Rettungssysteme.

Sie tragen sich unauffällig, schränken die Bewegungsfreiheit kaum ein und sind trotzdem im Ernstfall schnell einsatzbereit.

Zu den bekannten Systemen gehören beispielsweise:

  • Restube Active
  • Restube PFD
  • Aztron Orbit Starline
  • Secumar Free 100


Ich persönlich fühle mich mit einer solchen Lösung sehr wohl und habe sie bei allen Touren dabei.

Trotzdem gilt:

Eine Sicherheitsboje ersetzt weder Erfahrung noch eine gute Tourenplanung.


Die beste Sicherheitsausrüstung sitzt zwischen den Ohren

So hilfreich Schwimmwesten und Rettungssysteme auch sind – sie lösen nicht jedes Problem.

Wer erschöpft ist, seine Kräfte überschätzt oder weit außerhalb seiner Fähigkeiten unterwegs ist, bringt sich trotz bester Ausrüstung in Gefahr.

Deshalb solltest Du vor jeder Tour ehrlich prüfen:

  • Bin ich fit genug für die geplante Strecke?
  • Passen Wetter und Bedingungen zu meinem Können?
  • Habe ich genügend Kraftreserven?
  • Kenne ich den Bereich, in dem ich unterwegs bin?

Je ehrlicher Du diese Fragen beantwortest, desto sicherer wird Deine Tour.

Mein wichtigster Tipp: Geh nicht alleine aufs Wasser

Wenn möglich, paddle niemals allein.

Zu zweit oder in einer Gruppe macht SUP nicht nur mehr Spaß – es erhöht auch die Sicherheit erheblich.

Sollte etwas passieren, ist sofort Hilfe vor Ort. Oft reicht schon eine zweite Person, um aus einer schwierigen Situation wieder eine kontrollierbare Situation zu machen.

Gerade auf längeren Touren oder bei unbekannten Gewässern ist ein Paddelpartner oft die beste Sicherheitsausrüstung überhaupt.


Mein Fazit

Stand Up Paddling ist ein wunderbarer Sport und mit der richtigen Vorbereitung auch sehr sicher.

Eine passende Schwimmhilfe, eine realistische Selbsteinschätzung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Bedingungen auf dem Wasser tragen wesentlich dazu bei, Risiken zu minimieren.

Denn am Ende geht es nicht darum, Angst vor dem Wasser zu haben.

Es geht darum, das Wasser zu respektieren.

Dann steht entspannten und sicheren Stunden auf dem Board nichts mehr im Weg. 🌊😎

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